
Die Brauerei Veltins bereitet sich mit höheren Produktionsmengen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vor. Trotz anhaltend schwacher Konsumlaune hofft das Unternehmen auf zusätzliche Absatzimpulse durch das Turnier.
Um Handel und Gastronomie während der WM durchgehend beliefern zu können, liefen die Sudkessel am Standort Meschede-Grevenstein bereits jetzt „unter Volldampf“, teilte die Brauerei mit. „Solche Großevents erfordern eine weitsichtige Planung, damit die unwägbare Verbrauchernachfrage jederzeit gewährleistet ist“, sagt Vertriebsgeschäftsführer Rainer Emig. Nach Angaben des Unternehmens sind zur WM Sonderplatzierungen im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten geplant. Zudem will Veltins gemeinsam mit Händlern Drive-In-Aktionen anbieten, bei denen Kunden Getränkekisten direkt ins Auto geladen bekommen.
Beim möglichen WM-Effekt bleibt die Brauerei jedoch zurückhaltend. „Besonders die EM 2024 war für die nationale Brauwirtschaft eher ein Reinfall, sodass wir aktuell eher vorsichtig optimistisch auf die WM 2026 blicken“, sagt Emig. Der eventbedingte Mengenanstieg habe im Handel in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich abgenommen. Als Belastungsfaktor sieht Veltins weiterhin die schwache Verbraucherstimmung in Deutschland. „An dieser verhaltenen Verbraucherstimmung und der allgemeinen Kaufzurückhaltung in Deutschland hat sich bedauerlicherweise bis heute nichts Wesentliches geändert“, so Emig.
Positive Impulse erhofft sich die Brauerei vor allem durch die bislang angesetzten Abendspiele der deutschen Nationalmannschaft um 19 und 22 Uhr. Ob sich daraus tatsächlich ein spürbarer Nachfrageeffekt entwickelt, hänge jedoch maßgeblich vom sportlichen Erfolg der Mannschaft ab.
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