
Die Kulmbacher Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihre Marktposition festigen. Wie das Unternehmen in seiner Hauptversammlung mitteilte, lagen der Getränkeabsatz (ohne Lohnfertigung) mit 3,6 Millionen Hektolitern (-1,3 %) und der Umsatz mit 290,6 Millionen Euro in einem um sechs Prozent schrumpfenden deutschen Biermarkt lediglich leicht unter dem Vorjahr. Das Ergebnis (Ebit) betrug 8,5 Millionen Euro, bereinigt um Einmal- und Sondereffekte bei 13,2 Millionen Euro, und liegt damit in dem angestrebten Zielkorridor (wir berichteten bereits anlässlich der Jahresabschluss-Meldung Ende März).
Mönchshof bleibt „tragende Säule“ beim Bier
Von den negativen Entwicklungen am Markt sind die verschiedenen Sparten und Marken der Gruppe in unterschiedlichem Maße betroffen. So sieht Vorstandssprecher Christoph Ahlborn Chancen vor allem bei den alkoholfreien Bieren und beim Mineralwasser, man sei dort „gut aufgestellt“. Unter den Marken habe sich erneut Mönchshof als „tragende Säule“ erwiesen. Sie habe von der hohen Nachfrage nach milden Hellbieren sowie nach alkoholfreien Bieren und Biermischgetränken profitiert, heißt es.
Mönchshof Hell verzeichnete ein Wachstum von 4,4 Prozent, das Mönchshof Natur Radler Zitrone Alkoholfrei 0,0% ein Plus von 5,9 Prozent. Positive Impulse lieferten laut dem Unternehmen zudem die Sortimentserweiterungen: Die Neuheiten Mönchshof Alkoholfrei Hell und Mönchshof Natur Radler Blutorange Alkoholfrei 0,0% hätten die Erwartungen übertroffen.
Im weiterhin unter Druck stehenden Pilsmarkt zeigte sich die Marke Kulmbacher stabil. Wachstum brachten vor allem das Kulmbacher Edelherb Alkoholfrei 0,0% und das Kulmbacher Lager Hell, die Absatzrückgänge beim klassischen Edelherb ausglichen.
Gesundheitstrend nutzt der AfG-Sparte
Indessen konnten die Produkte von Bad Brambacher von dem wachsenden Gesundheitstrend profitieren. Die Marke steigerte ihren Absatz um 4,4 Prozent. Das klassische Mineralwasser legte um 1,5 Prozent zu, die Garten-Limonaden erwiesen sich mit +15,8 Prozent als Wachstumstreiber. Mit der Weiterentwicklung des Sortiments der Erfrischungsgetränke stärke Bad Brambacher seine Position und trage zur Diversifikation des Geschäfts der Kulmbacher Gruppe bei.
Auch 2025 investierte die Kulmbacher Brauerei AG in die Zukunftsfähigkeit ihrer Standorte. Im Fokus standen dabei unter anderem eine moderne Anlagentechnik und optimierte Produktions- und Logistikprozesse. Parallel trieb die Unternehmensgruppe die digitale Transformation weiter voran. Ein Schwerpunkt lag 2025 auf der Steuerung und Analyse betrieblicher Abläufe. „Für uns ist die digitale Transformation kein Projekt mit Enddatum, sondern ein fortlaufender Prozess“, sagte Christoph Ahlborn. „Sie hilft uns, Prozesse weiter zu verbessern, Kosten zu senken und innovativer zu werden.“
Fürs Gesamtjahr leichtes Umsatzplus erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Kulmbacher Gruppe ein weiterhin anspruchsvolles Umfeld, sieht sich aber in der Lage, mit wachstumsstarken Segmenten und Innovationen Impulse für eine erfolgreiche Weiterentwicklung zu setzen. So habe man die erfolgreiche Produktlinie der Gartenlimonaden von Bad Brambacher mit der Sorte Himbeere-Zitrone erweitert und setze beim Bier auf ein neues, handliches Format: Erstmals bringt die Gruppe die Mönchshof Brauspezialitäten in der 0,33-Liter-Bügelverschlussflasche auf den Markt und reagiert damit auf veränderte Konsumgewohnheiten.
„Wir stehen für Tradition, Innovation und Emotion“, sagte Ahlborn abschließend. Mit einer Kombination aus konsequenter Markenentwicklung, Innovationskraft und einer nachhaltig ausgerichteten Unternehmensstrategie sieht der Vorstandssprecher die Kulmbacher Unternehmensgruppe gut aufgestellt, um sich erfolgreich im Markt zu behaupten und 2026 einen leichten Umsatzanstieg zu erzielen.
Die Kulmbacher Brauerei AG auf einen Blick

Der Beitrag Kulmbacher sieht sich solide aufgestellt erschien zuerst auf Aktuelle Nachrichten aus der Getränkeindustrie.
Quelle: https://getraenke-news.de/kulmbacher-sieht-sich-solide-aufgestellt/