
Die Bitburger Braugruppe hat ihren Absatz im ersten Halbjahr 2026 auf Vorjahresniveau gehalten und sich damit deutlich besser entwickelt als der deutsche Biermarkt. Die Kernmarke Bitburger legte um 0,4 Prozent zu. Der Biermarkt insgesamt ging im gleichen Zeitraum nach Angaben des Unternehmens um 5,1 Prozent zurück. Konkrete Absatzmengen nennt die Braugruppe nicht.
Besonders stark fiel das Wachstum bei Bitburger im WM-Monat Juni aus. Im Handel stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 28 Prozent. Die Marke war bereits deutlich vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft national flächendeckend im Handel über Zweitplatzierungen präsent. „Wir haben vor allem mit Bitburger klar von unserem starken Engagement rund um die Nationalmannschaft profitiert. Zugleich ist uns wichtig: Unsere Partnerschaft mit dem DFB ist kein kurzfristiges Investment, sondern eine langfristig angelegte strategische Entscheidung“, sagt Sebastian Ellies, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing.
Weiter zugelegt haben die alkoholfreien Produkte. Die Bitburger 0,0% Range steigerte ihren Absatz im ersten Halbjahr um 8,7 Prozent. Nach Angaben der Braugruppe war dies das stärkste Wachstum unter den fünf führenden alkoholfreien Biermarken in Deutschland. Das Fassbrause-Sortiment kam nach Ausbau und Relaunch im Handelsgeschäft auf ein Plus von 168 Prozent.
Benediktiner legte ebenfalls deutlich zu. Die Marke steigerte ihren Absatz über alle Sorten und Vertriebskanäle hinweg um 17 Prozent. Der Jahresausstoß dürfte inzwischen deutlich über 500.000 Hektolitern liegen. Benediktiner Hell wuchs um 9,4 Prozent und damit nach Unternehmensangaben 6,4 Prozentpunkte stärker als der gesamte Hellmarkt. Benediktiner Hell Alkoholfrei sei mittlerweile in mehr als 10.000 Outlets vertreten, so das Unternehmen.
Im klassischen Gastronomiegeschäft erhöhte die Bitburger Braugruppe ihren Absatz im ersten Halbjahr um knapp drei Prozent. Das Neukundengeschäft wuchs um zwei Prozent. Benediktiner Weissbier und Benediktiner Hell verzeichneten jeweils zweistellige Zuwächse. Aufgrund der Nachfrage werden Benediktiner Weissbier Alkoholfrei und Benediktiner Hell Alkoholfrei künftig auch im Fass angeboten.
Auch im Exportgeschäft erzielte die Braugruppe ein Zuwachs um drei Prozent. Zusätzliche WM-Effekte verzeichnete Bitburger insbesondere rund um die Austragungsorte in New York. In den USA hat die Marke nach Unternehmensangaben mittlerweile mehr als 1.000 Fassbierkunden. Die Vereinigten Staaten sind der größte und zugleich am schnellsten wachsende Exportmarkt der Braugruppe.
Für die zweite Jahreshälfte bleibt Ellies angesichts der angespannten Marktlage zurückhaltend: „Wir gehen zwar mit Rückenwind in das zweite Halbjahr, wissen aber zugleich, dass die kommenden Monate in dem massiv unter Druck stehenden Biermarkt alles andere als einfach werden.“ Umso entscheidender sei es, die strategischen Wachstumsfelder weiter auszubauen.
Der Beitrag Bitburger profitiert vom WM-Effekt erschien zuerst auf Aktuelle Nachrichten aus der Getränkeindustrie.
Quelle: https://getraenke-news.de/bitburger-profitiert-vom-wm-effekt/