
Nach der kurzen Erholung im März ist der Bierabsatz der deutschen Brauwirtschaft im April wieder deutlich gesunken. Mit 6,81 Millionen Hektolitern lag der Absatz 7,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das entspricht einem Rückgang von rund 520.000 Hektolitern, wie aus den vom Deutschen Brauer-Bund veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht.
Besonders deutlich fiel der Rückgang beim steuerpflichtigen Inlandsabsatz aus. Dieser lag mit 5,58 Millionen Hektolitern um 8,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch das Auslandsgeschäft konnte die Entwicklung im April nicht stabilisieren. Die Bierausfuhr verringerte sich um 2,7 Prozent.
Damit hat sich die positive Entwicklung des März nicht fortgesetzt. Im Vormonat hatte die Branche nach 19 Monaten mit rückläufigen Absätzen erstmals wieder ein Plus erzielt. Aufgelaufen bleibt die Jahresbilanz entsprechend negativ: Von Januar bis April sank der Gesamtbierabsatz um 2,9 Prozent auf 23,6 Millionen Hektoliter. Der steuerpflichtige Absatz ging im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent zurück.
Eine wichtige Stütze bleibt weiterhin das Exportgeschäft. Trotz des Rückgangs im April liegt die Bierausfuhr in den ersten vier Monaten des Jahres noch um 3,0 Prozent über dem Vorjahreswert.
Auch Biermischgetränke verzeichneten im April Einbußen. Ihr Absatz sank um 7,5 Prozent. Für den Zeitraum Januar bis April ergibt sich hier ein Minus von 5,8 Prozent.
Nur zwei Bundesländer im Plus
Regional zeigte sich ein sehr uneinheitliches Bild. Lediglich Brauereien aus Berlin/Brandenburg (+ 6,2 Prozent) und Thüringen (+ 18,5 Prozent) melden Absatzzuwächse. Die Brauereien aus den anderen Bundesländern erzielten ein Minus. Die prozentual stärksten Rückgänge melden die Brauereien aus Hessen (-36,8 Prozent), Niedersachen/Bremen (-27,0 Prozent) und Schleswig-Holstein/Hamburg (-20,2 Prozent). Aber auch in Sachsen (-9,9 Prozent), Rheinland-Pfalz/Saarland (-7,1 Prozent), Baden-Württemberg (6,3Prozent), Nordrhein-Westfalen (-5,4 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-4,3 Prozent) gingen die Absätze zurück. Prozentual die geringsten Absatzverluste meldeten im April die Brauereien aus Bayern (-2,7 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (-2,0 Prozent).
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Biere enthalten. Hingegen gehen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht in die Statistik ein.
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Quelle: https://getraenke-news.de/bierabsatz-wieder-im-minus/