
Nach dem Absatzplus im Juni ist der Bierabsatz der deutschen Brauwirtschaft im Juli wieder gesunken. Mit 7,86 Millionen Hektolitern lag der Gesamtabsatz 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das entspricht einem Rückgang um rund 126.000 Hektoliter, wie aus den vom Deutschen Brauer-Bund veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht.
Deutlicher fiel das Minus beim steuerpflichtigen Inlandsabsatz aus. Dieser sank im Juli um 2,1 Prozent auf 6,32 Millionen Hektoliter. Die Bierausfuhr legte dagegen leicht um 0,4 Prozent auf 1,53 Millionen Hektoliter zu. Damit hat sich die positive Entwicklung aus dem Juni nicht fortgesetzt. Im Vormonat hatte die Branche gegenüber dem Vorjahr ein Absatzplus von 5,2 Prozent erzielt.
Aufgelaufen bleibt die Jahresbilanz negativ. Von Januar bis Juli verringerte sich der Gesamtbierabsatz um 2,1 Prozent auf 46,32 Millionen Hektoliter. Das waren rund 981.000 Hektoliter weniger als im Vorjahreszeitraum. Beim steuerpflichtigen Inlandsabsatz ergibt sich ein Minus von 2,9 Prozent auf 37,54 Millionen Hektoliter. Die Ausfuhren stiegen dagegen um 1,7 Prozent auf 8,72 Millionen Hektoliter.
Der Deutsche Brauer-Bund verweist darauf, dass die Temperaturen im Juli zwar bundesweit über dem langjährigen Mittel lagen. Im Norden sei das Wetter jedoch sehr unbeständig gewesen, während im Süden große Hitze geherrscht habe.
Auch die Biermischgetränke blieben im Juli unter dem Vorjahresniveau. Ihr Absatz sank um 0,8 Prozent auf rund 538.000 Hektoliter. Von Januar bis Juli ergibt sich ein Rückgang um 4,5 Prozent auf 2,62 Millionen Hektoliter.
Fünf Regionen im Plus
Regional zeigte sich im Juli ein uneinheitliches Bild. Absatzsteigerungen meldeten die Brauereien aus Thüringen (+18,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (+16,6 Prozent), Berlin und Brandenburg (+14,3 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (+9,6 Prozent) und Bayern (+1,8 Prozent).
Den stärksten Rückgang verzeichneten die Brauereien aus Hessen (-35,9 Prozent). Zweistellig fielen die Verluste auch in Niedersachsen und Bremen (-14,3 Prozent) sowie Schleswig-Holstein und Hamburg (-10,6 Prozent) aus. Unter dem Vorjahreswert blieben zudem Rheinland-Pfalz und das Saarland (-8,6 Prozent), Baden-Württemberg (-6,6 Prozent), Sachsen (-2,5 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (-1,6 Prozent).
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Biere enthalten. Alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie aus Ländern außerhalb der EU eingeführtes Bier gehen dagegen nicht in die Statistik ein.
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Quelle: https://getraenke-news.de/bierabsatz-im-juli-wieder-ruecklaeufig/