
Nach dem deutlichen Rückgang im April ist der Bierabsatz der deutschen Brauwirtschaft auch im Mai klar unter dem Vorjahreswert geblieben. Mit 6,96 Millionen Hektolitern lag der Absatz 7,5 Prozent niedriger als im Mai 2025. Das entspricht einem Rückgang von rund 563.000 Hektolitern, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht.
Besonders stark fiel erneut das Minus beim steuerpflichtigen Inlandsabsatz aus. Dieser lag mit 5,68 Millionen Hektolitern um 8,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch das Auslandsgeschäft konnte die Entwicklung nicht stabilisieren. Die Bierausfuhr in EU- und Drittländer verringerte sich im Mai um 3,4 Prozent.
Damit hat sich die schwache Entwicklung aus dem April fortgesetzt. Aufgelaufen bleibt die Jahresbilanz entsprechend negativ: Von Januar bis Mai sank der Gesamtbierabsatz um 3,9 Prozent auf 30,56 Millionen Hektoliter. Der steuerpflichtige Absatz ging im gleichen Zeitraum um 5,1 Prozent zurück. Eine Stütze bleibt weiterhin das Exportgeschäft, allerdings mit nachlassender Dynamik. In den ersten fünf Monaten lag die Bierausfuhr noch um 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert.
Auch Biermischgetränke verzeichneten im Mai deutliche Einbußen. Ihr Absatz sank um 14,9 Prozent auf 412.000 Hektoliter. Für den Zeitraum Januar bis Mai ergibt sich ein Minus von 8,4 Prozent.
Nur Sachsen-Anhalt im Plus
Regional zeigte sich erneut ein überwiegend negatives Bild. Als einzige Region meldeten die Brauereien aus Sachsen-Anhalt im Mai einen Absatzzuwachs. Dort lag der Bierabsatz 4,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Brauereien aus allen anderen Ländern und Ländergruppen blieben im Minus.
Die stärksten Rückgänge meldeten die Brauereien aus Hessen (-31,4 Prozent), Niedersachsen/Bremen (-20,1 Prozent) und Schleswig-Holstein/Hamburg (-11,8 Prozent). Ebenfalls zweistellig fiel das Minus in Rheinland-Pfalz/Saarland aus (-10,6 Prozent). Rückläufig waren die Absätze auch in Baden-Württemberg (-8,6 Prozent), Nordrhein-Westfalen (-8,2 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (-6,0 Prozent), Sachsen (-5,4 Prozent), Berlin/Brandenburg (-5,4 Prozent), Bayern (-2,4 Prozent) und Thüringen (-1,4 Prozent).
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Biere enthalten. Hingegen gehen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht in die Statistik ein.
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Quelle: https://getraenke-news.de/bierabsatz-bleibt-deutlich-im-minus/